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Meeresbande Zine #2, S. 22 Wir hassen es, mutig sein zu müssen!

18. Mai 2015

22 - Wir hassen es, mutig sein zu müssen!

23.6.2010

Wir hassen es, mutig sein zu müssen!

Heute war so ein schöner Tag!

Wir hatten Therapie und es war anstrengend und erst auch frustrierend, aber dann, als wir nach der Stunde am Fluss waren – die Sonne schien, es war alles so schön, die Wellen, das Glitzern! – wurde innen etwas klar(er) und es fühlte sich so schön an! Wir haben gefeiert und gespielt und gelacht.

Aber jetzt. Jetzt ist Abend. Wir sind müde, aber das wird uns nicht helfen. Wir müssen schlafen gehen. Wir wollen ja auch schlafen. Aber wir wollen keine Flashbacks haben! Wenn wir doch nur ohne das schlafen könnten! Wenn wir doch nur einfach friedlich schlafen könnten und – ich wage kaum, es zu hoffen – morgens erholt und ausgeruht aufwachen könnten! Das hatten wir im letzten Jahr einmal, dieses Jahr noch nicht (also das mit ausgeruht und erholt aufwachen).

Nicht, dass wir jede Nacht Flashbacks haben. Aber wir haben fast jeden Abend Angst davor. Es fühlt sich ganz schrecklich an, trotzdem ins Bett zu gehen. Obwohl wir befürchten, dass dann die Flashes anfangen und wir nicht wissen, was wir dagegen tun können. Manchmal erinnert uns das an früher, wo wir wie die Schafe zur Schlachtbank mussten (nur wurden wir nicht getötet). Jetzt ist es doch vorbei! Jetzt sind wir doch frei! Trotzdem fühlt es sich so an, als wenn wir uns ausliefern. Wir legen uns hin und dann fängt der Alptraum an.

Jetzt ist es nicht mehr real, es sind „nur“ Erinnerungen. Schlimm genug. Es fühlt sich meistens ziemlich echt an. Der Körper erinnert sich. Berührungen, Blicke, Gerüche, Worte, Farben, Geräusche, Bilder. Mal fetzenhaft, mal unwirklich verzerrt, mal deutlich wie ein Dokumentarfilm. Oft kurze Flashbacks, nur Sekunden. Manchmal stundenlang ohne Pause.

Wir hassen es, jeden Abend mutig sein zu müssen! Wir hassen es, dass wir mutig sein müssen, um schlafen zu gehen! (Dass der Scheiß-Körper auch nicht ohne Schlaf auskommt!!!)


What do I do now? How do I deal with having been a helpless victim? Do I get dependant on others, risking further injury, or do I build emotional walls, keeping everyone at a distance, hurting myself and preventing my needs getting met? Or are there other ways? Can I learn to trust people and get in contact with them while simultaneously guarding my boundaries? Can I learn to protect myself even from people I let get close to me? And if so, how?

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