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Meeresbande Zine #2, S. 50 – Es gibt keine Perpetuum mobiles! | Ivan Illich on Cars

22. Juni 2015

50 - Ivan Illich on cars

Aber zurück zum Ausgangspunkt des Textes. Klar könnte mensch argumentieren, dass auch in natürlichen Kreisläufen mindestens genauso viel, wenn nicht mehr, Energie „verschwendet“ wird als in industriellen Produktionsprozessen. Aber erstens sind natürliche Kreisläufe eben genau das: Kreisläufe. Nichts geht verloren, jeder „Abfall“ stellt für ein anderes Lebewesen einen Teil der Lebensgrundlage dar. Produktion ist dagegen eine Linie, die einen Kreis zerschneidet und nicht etwa zur ewig sicheren Geldanlage, sondern zu einem Ende führt: Abgas, Müll, Abfälle und Gifte aller Art. Wenn natürliche Kreisläufe unterbrochen werden, sind Tod und Zerstörung die Folge. Und das durchbrechen natürlicher Kreisläufe ist genau das Ziel von Produktion! Außerdem muss bei Produktionsprozessen jeder Schritt mühselig von (meist ausgebeuteten und extrem verarmten) Menschen (die selbstredend nicht von den sogenannten Vorzügen der Zivilisation profitieren können, aber umso mehr unter den unausweichlichen Folgen zu leiden haben) in Gang gehalten werden.

Natürliche Prozesse regulieren sich gegenseitig und das mit einer Effizienz und Weisheit, die Menschen nie ersetzen können. Und wozu auch? Warum nicht einfach mit, in, von und für die Natur leben, ein Teil von ihr sein, statt mit ihr in Konkurrenz zu treten und sie sogar auf Kosten des Überlebens der eigenen Spezies (und aller anderen auch) zu zerstören?

 Smash we can! (Sticker, 2008)

Ivan Illich on Cars

excerpts from Toward a History of Needs

The model American male devotes more than 1600 hours a year to his car. He sits in it while it goes and while it stands idling. He parks it and searches for it. He earns the money to put down on it and to meet the monthly installments. He works to pay for gasoline, tolls, insurance, taxes, and tickets. He spends four of his sixteen waking hours on the road or gathering his resources for it. And this figure does not take into account the time consumed by other activities dictated by transport: time spent in hospitals, traffic courts, and garages; time spent watching automobile commercials or attending consumer education meetings to improve the quality of the next buy. The model American puts in 1600 hours to get 7500 miles: less than five miles per hour. In countries deprived of a transportation industry, people manage to do the same, walking wherever they want to go, and they allocate only 3 to 8 percent of their society’s time budget to traffic instead of 28 percent. What distinguishes the traffic in rich countries from the traffic in poor countries is not more mileage per hour of lifetime for the majority, but more hours of compulsory consumption of high doses of energy, packaged and unequally distributed by the transportation industry.

Quelle:

http://ranprieur.com/readings/illichcars.html

[…]the larger story in which your life fits, not to go somewhere, but to be home. – Ran Prieur

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