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Meeresbande Zine #2, Extras – Hologramme selber machen + Ich bin weder Kind noch Erwachsene

21. Oktober 2016

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Hologramme selber machen – mit ganz einfachen Materialien und Werkzeugen!

Für die einfachste und beste Methode braucht mensch nur eine Plastik-CD-Hülle und entweder einen Zirkel mit zwei Spitzen oder ein Stückchen Holz, in das mensch zwei kleine Nägel gehauen hat und ein bis zwei Hände, sowie etwa eine halbe bis ganze Stunde Zeit. Statt einer CD-Hülle geht auch Plexiglas oder ähnliches. Falls mensch keinen Zirkel hat, braucht mensch ein Stückchen Holz (Pinselstiel, Lineal, Restholz, kleiner Ast), 1-2 kleine Nägel, einen Hammer und eine Unterlage zum Hämmern. Zum Angucken braucht mensch zwei Augen und am besten Sonnenlicht.

Nützlich sind auch ein Stück Papier und ein Stift und/oder ein Marker, mit dem Mensch auf das Plastik malen kann und schwarzes Papier (oder was anderes), falls die CD-Hülle nicht eh schon eine schwarze Rückseite hat. Und Freund_innen, mit denen mensch es zusammen ausprobieren und Spaß haben kann!

Am besten funktioniert es, wenn das Plastik ganz klar ist und dick genug, dass es nicht wobbelt – am besten ist so eine kleine flache CD-Hülle, die hinten schwarz ist (für besseren Kontrast zum Hologramm-Gucken) und vorne durchsichtig – und wenn die Zirkel/Nagel-Spitzen nicht allzu spitz, sondern eher rund sind. Beim Zirkel ist es wichtig, dass er fest einstellbar ist und sich nicht aus Versehen verstellen kann, also eine Schraube zum Verstellen hat.

Und so geht’s:

Für den Anfang versuche es am besten mit einer sehr einfachen Figur, zum Beispiel einem V oder einem Dreieck oder Viereck. Male es auf die untere Seite des Plastik-Stücks oder auf ein Stück Papier, das du in die CD-Hülle schiebst, damit es nicht verrutscht. Das Motiv sollte zu Anfang so etwa 2cm groß sein, aber theoretisch ist jede Größe möglich.

Nun stelle deinen Zirkel so ein, dass er einen Radius von etwa 5-7cm hat oder schlage zwei kleine Nägel in dem Abstand so in ein Stück Holz, dass die Spitzen auf der anderen Seite rausgucken. Bei manchen Zirkeln ist eine zweite Spitze mitgeliefert, ansonsten kann mensch die

PS steht für Point Source, damit ist die Sonne gemeint, P ist der holografische Punkt, den mensch sieht, wobei mensch von rechts aus guckt. Keine Bange, mensch kann die Hologramme auch herstellen und sehen, ohne dieses Bild zu verstehen😉

Bleistiftmine auch einfach durch einen Nagel der entsprechenden Dicke austauschen. Ich habe den Nagel dazu mithilfe zweier Zangen zerbrochen, damit das Ende mit dem Kopf nicht im Weg ist. Auch Nähmaschinen-Nadeln sollen gut gehen, da sie extra abgerundet sind.

Das Ziel ist es, bogenförmige kleine Rillen in das Plastik zu ritzen (ähnlich wie bei Schallplatten), deren Inneres das Licht spiegelt und durch deren Rundung den betrachtenden Augen ein „falsches Bild“ vorgespiegelt wird. Es handelt sich also um eine Art optischer Täuschung. Wie die Physik dahinter genau funktioniert, kann mensch (auf Englisch) hier nachlesen:

http://amasci.com/amateur/hand1.html. Da haben wir auch die Idee her.

Um also das Hologramm zu erzeugen, setze die eine Spitze deines Zirkels auf einen Punkt deiner Figur und ziehe mit der anderen vorsichtig einen Halbkreis in das Plastik. Versuche, dabei eine kleine Ritze zu erzeugen, die aber möglichst glatt sein sollte, also nicht mehlig, kratzig oder ruckelig. Dazu hilft es, nicht zu doll zu drücken und nicht zu schnell zu ziehen und den Zirkel leicht geneigt zu halten. Du setzt dann den Zirkel um, so dass die Spitze auf einem anderen Punkt der Zeichnung liegt und wiederholst das Ganze so oft, bis deine Zeichnung voller kleiner Löcher ist, am besten jeden Millimeter ein Loch, d.h. ein Halbkreis im Plastik. Es macht aber auch nichts, wenn nicht jeder Halbkreis gut wird, doch es sollte schon die Mehrheit sein. Jetzt sieht es fast aus, als hättest du mit Schmirgelpapier über die CD-Hülle gewischt.

Zum Angucken:

Um jetzt das Hologramm sehen zu können, stellst du dich am besten draußen in die Sonne, so dass die Sonne von vorne kommt. Dann hältst du das Plastik (am besten mit schwarzem Hintergrund, z.B. der Rückseite der CD-Hülle, einem Stück Papier oder ähnlichem) vor dich, so dass du die Rillen wie einen Regenbogen siehst (nicht wie eine Schüssel). Dann kippst du langsam die CD-Hülle nach vorne und hinten und schaust dabei auf die Rillen, die du gemacht hast. Wahrscheinlich siehst du zuerst zwei Ausgaben deines Motivs, bestehend aus kleinen Leuchtpunkten, doch wenn du den richtigen Winkel erreicht hast und deine Augen richtig einstellst, werden aus den zwei Bildern plötzlich eines, das hinter dem Plastik zu schweben scheint: Dein Hologramm! Herzlichen Glückwunsch!

Du kannst es übrigens über dem Plastik schweben sehen, wenn du das Plastik so umdrehst, dass die Rillen eine Schüssel bilden. Doch da ist es etwas schwieriger, das Hologramm zu entdecken.

Wenn du keinen Sonnenschein hast, geht auch eine Straßenlampe nachts oder eine möglichst weit entfernte, großflächige Lichtquelle, wie ein Overhead-Projektor, in einem dunklen Zimmer. Das Licht sollte möglichst nicht gestreut oder gespiegelt werden, daher ist ein dunkler Hintergrund gut. Lampenschirme spiegeln fast immer das Licht, sind daher also auch nicht gut. Aber in der Sonne sind die Hologramme am besten zu sehen, grade wenn du noch nicht so viel Übung im Herstellen und auch Entdecken von Hologrammen hast.

Dreidimensionale Hologramme

Wie tief das Hologramm hinter (oder über) dem Plastik zu schweben scheint, hängt vom Radius der Rillen ab – die Tiefe ist gleich des Radius. Wenn du also schon ganz gut darin bist, 2D-Bilder zu machen (so wie oben erklärt, mit festem Radius), kannst du auch ein 3D-Hologramm herstellen. Dazu musst du nur den Radius leicht verändern (dafür ist es natürlich gut, einen verstellbaren Zirkel zu haben statt eines Stückes Holz mit Nägeln). Am besten fängst du wieder mit einer einfachen Figur an, wie einem Würfel. Zuerst kannst du ein holografisches Viereck mit festem Radius zeichnen, so wie oben beschrieben. Dann veränderst du den Radius des Zirkels und zeichnest versetzt dazu ein zweites holografisches Viereck. Nun stellst du den Zirkel so ein, dass der Radius genau zwischen dem der beiden Vierecke liegt und zeichnest die Mittelpunkte der Linien, die die Ecken der Vierecke verbinden. So machst du weiter, indem du immer die Mittelpunkte zwischen den schon gezeichneten Punkten einzeichnest, bis du genug Punkte hast und dein Würfel fertig ist!

Mit diesem Prinzip lassen sich natürlich außer Würfeln noch andere Formen herstellen. Ein paar Beispiele, ausführlichere Anleitungen und ein Paar mehr Tricks gibt es hier (auf Englisch): http://amasci.com/amateur/holo1.html


Ich bin weder Kind noch Erwachsene, ich bin mal das Eine, mal das Andere, mal keines von beidem, mal beides zugleich. Aber meistens denke ich darüber gar nicht nach, ordne mich selbst nicht in diese Kategorien ein, und wenn ich es doch versuche – oder von außen dazu aufgefordert werde – bin ich oft verwirrt oder desorientiert und überrascht.

Ich frage mich, was „Erwachsensein“ oder „Kindsein“ überhaupt bedeutet und woran mensch das eine oder das andere erkennt und festmacht. Ich weiß es ehrlich nicht. Nur, dass ich es nicht am Körper festmachen kann oder will und dass mir das Unrecht täte.

Kann ich nicht beides zugleich sein? Oder keines? Oder fluid? Einfach Ich – viel zu komplex für diese Schubladen? Warum nicht? Warum wird überhaupt immer wieder danach gefragt, warum ist das so wichtig in dieser Gesellschaft? Warum können Leute nicht einfach das machen, was sie wollen, unabhängig vom Alter?

Ich bin weder Frau noch Mann, ich bin mal das Eine, mal das Andere, mal keines von beidem, mal beides zugleich. Aber meistens denke ich darüber gar nicht nach, ordne mich selbst nicht in diese Kategorien ein, und wenn ich es doch versuche – oder von außen dazu aufgefordert werde – bin ich oft verwirrt oder desorientiert und überrascht.

Ich frage mich, was „Mannsensein“ oder „Frausein“ überhaupt bedeutet und woran mensch das eine oder das andere erkennt und festmacht. Ich weiß es ehrlich nicht. Nur, dass ich es nicht am Körper festmachen kann oder will und dass mir das Unrecht täte.

Kann ich nicht beides zugleich sein? Oder keines? Oder fluid? Einfach Ich – viel zu komplex für diese Schubladen? Warum nicht? Warum wird überhaupt immer wieder danach gefragt, warum ist das so wichtig in dieser Gesellschaft? Warum können Leute nicht einfach das machen, was sie wollen, unabhängig vom Geschlecht?

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